26.09.2017, von Roy Kiruparajah

Lehrgang für Junghelfer an der Bundesschule Hoya

Speziell für die Junghelfer fand an der THW-Bundesschule im niedersächsischen Hoya vom 07. bis 11.08.2017 ein abwechslungsreicher Lehrgang statt. Mit fünf Junghelfern und einem Betreuer nahm die Jugendgruppe aus Freisen mit fünf weiteren Teilnehmern aus Bendorf teil. Dort sollten die Helfer bei praktischen Übungen und Unterrichtsstunden mehr über das THW lernen. Neben den wenigen Theoriestunden wurde das Wissen hauptsächlich in der Praxis übermittelt und geübt.

Nach einer siebenstündigen Anreise waren die Jugendlichen froh, endlich an der Bundesschule angekommen zu sein.

 

Jeden Morgen mussten die Junghelfer um 8.00 Uhr im Lehrsaal sein. Am ersten Tag stellten sich die Ausbilder, sowie die Junghelfer und die Betreuer der beiden Ortsverbände vor. Anschließend gab es noch eine Führung durch die Schule. Dann wurde in einem Spiel das Wissen der Teilnehmer über ihre Rechte und Pflichten in der THW Jugend geprüft.

Am Montagnachmittag bauten die Teilnehmer diverse Konstruktionen aus dem Einsatz-Gerüst-System (EGS). Das EGS ist ein standardisierter Baukasten aus Gerüstbauteilen. Mit ihm können im Einsatzfall schnell verschiedenste Konstruktionen errichtet werden, die der Sicherung von Gebäuden, dem Materialtransport oder dem Überwinden von Hindernissen dienen. Als Tagesabschluss stand jeden Tag die Pädagogik im Vordergrund, dabei wurden zum Beispiel die Phasen und Rollen in einer Gruppe besprochen, Feedback gesammelt usw.

Am Dienstag wurde Verletztenrettung, -transport und das Bewegen von Lasten vertieft geübt. Eine Erkundungsübung wurde in einem Tunnel unterhalb der Bundesschule durchgeführt. Nachdem man sich durch die engen und staubigen Schächte voller Rohre und Leitungen hindurchgearbeitet hatte, mussten die Verletzten (Dummys) mit dem Gelernten sachgerecht gerettet werden.
Die Bundesschule bietet den Lehrgangsteilnehmern einen Fitnessraum, Billardtisch, Tischkicker, Sauna und vieles mehr um ihre Freizeit zu gestalten.

Am dritten Tag wurde es dann Ernst. Mithilfe einer Anleitung mussten die Junghelfer einen sogenannten „Bocksprengwerksteg“ bauen. Es besteht nur aus Rundhölzern, Bohlen und Bindeleinen und dient, wie der Name schon sagt, als Steg zur Überwindung von z.B. Graben, Gewässer und Trümmerfelder. Wie Sie damit fertig waren, konnten die Lehrgangsteilnehmer dann ihren fertigen Steg bestaunen und erste Belastungstests durchführen.
An diesem Nachmittag stand der Spaß im Vordergrund. Die zwei Jugendgruppen einigten sich darauf, den Nachmittag im Universum in Bremen zu verbringen. Dort konnten die Junghelfer mit viel Begeisterung an über 300 Exponaten naturwissenschaftliche Phänomene hautnah und mit allen Sinnen erleben und verstehen. Die drei Themenbereiche Technik, Mensch und Natur wurden erkundet.

Am vierten Tag lernten Sie eine Menge über die Grundlagen der Rettung und Bergung und darüber, wie man sich selber in Einsatzsituationen sichern kann. Nachmittags fand eine Abschlussübung auf dem Übungsgelände der Bundesschule statt, welche die Jugendgruppen gemeinsam ohne die Hilfe der Ausbilder oder Betreuer meistern mussten. Am letzten Abend haben die zwei Jugendgruppen zusammen gegrillt und den Lehrgang gemütlich ausklingen lassen.

Am Tag der Abreise fand noch eine kurze Lehrgangsaussprache statt und danach hieß es auch schon wieder voneinander Abschied zu nehmen. Mit den Urkunden über den erfolgreich, besuchten Lehrgang wurde gutgelaunt die Heimreise angetreten.

Der Lehrgang war für alle sehr interessant und lehrreich, die Jugendlichen hatten viel gelernt, was später einmal im Einsatz von Nutzen sein könnte.


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