07.01.2024, von Mischa Heldt (BÖ)

Saarländische THW-Einheit beendet Einsatz im Landkreis Celle erfolgreich.

In Thören förderten die Großpumpen zuletzt unerlässlich Wasser aus dem überschwemmten Ort, nun ist auch der letzte Einsatzauftrag erfüllt.

Die Einsatzstellen konnten häufig nur mit watfähigen Fahrzeugen erreicht werden.

Insgesamt elf Tage war das Technische Hilfswerk aus dem Saarland mit Einsatzkräften und Material im vom Hochwasser stark betroffenen Landkreis Celle tätig. Während das Team zu Beginn des Einsatzes in der Gemeinde Flotwedel in die Orte eindringendes Wasser umleitete und später Straßenzüge und Wohngebiete in Celle trockenlegte, war es seit vergangenem Sonntag mit Pumparbeiten in Thören, Gemeinde Winsen (Aller), beschäftigt. Etwa 30 Autominuten nordwestlich von Celle liegend, ist Thören stark von Hochwasser betroffen. Zwischen Ortskern und dem Fluss Aller, welcher in den vergangenen Tagen Rekordpegel erreichte, liegen nur wenige hundert Meter Luftlinie, ein bestehender Damm konnte die Wassermassen nur teilweise aufhalten. Nach der ersten Erkundung am vergangenen Sonntag hatten die Saarländerinnen und Saarländer alle drei motorbetriebenen Großpumpen von den vorherigen, abgeschlossenen Einsatzstellen nach Thören verlegt und konnten mit ihnen nun rund 25 Millionen Liter Wasser pro Tag über teils 600 Meter lange Schlauchstrecken aus den bewohnten Gebieten heraus fördern. Schwierigkeiten bereitete den THW-Kräften dabei die Wetterlage: Nach ergiebigen Regenfällen in den vergangenen Tagen konnten viele Einsatzstellen nur mit großem Aufwand erreicht werden, drohender Frost brachte die Gefahr einer Vereisung der Spezialausstattung.

Um den Einsatzkräften ihren Dank auszusprechen, reiste THW-Präsidentin Sabine Lackner am Donnerstag nach Thören. Neben dem Besuch bei einem ganz in der Nähe eingesetzten französischen Team erkundigte sie sich auch bei den saarländischen THW-Einsatzkräften nach deren Vorankommen und dankte für den Einsatz.

Während die dieselbetriebenen und auf Anhängern verlasteten Großpumpen der THW-Fachgruppen Wasserschaden/Pumpen im Verlauf des Tages zu ihren Standorten im Saarland zurückgebracht werden, konnten die mit elektrischen Tauchpumpen ausgestatteten Module der Fachgruppen bereits am Freitag die Rückreise antreten. Alle Einsatzaufträge des THW-Teams wurden zur Zufriedenheit der Anforderer erfüllt und auch viele Bürgerinnen und Bürger der betroffenen Ortschaften brachten den Einsatzkräften Dank und Anerkennung zum Ausdruck.

Freisens Bürgermeister Karl-Josef Scheer und Ortsvorsteher Matthias Bottelberger begrüßten die zurückkehrenden Helferinnen und Helfer des THW-Ortsverbandes Freisen bei ihrer Rückkehr am Freitagabend persönlich und überbrachten Dankesworte für das große Engagement der beteiligten Freisener THW-Kräfte.

Mit insgesamt rund 100 Einsatzkräften und ebenso vielen Tonnen Material beteiligten sich die saarländischen THW-Ortsverbände Beckingen, Freisen, Friedrichsthal, Heusweiler, Illingen, St. Wendel, Theley und Völklingen-Püttlingen am Einsatz. Unterstützt wurden sie von den Ortsverbänden Melsungen, Wolfhagen und Zell.


  • Die Einsatzstellen konnten häufig nur mit watfähigen Fahrzeugen erreicht werden.

  • Bürgermeister Karl-Josef Scheer und Ortsvorsteher Matthias Bottelberger begrüßten die Freisener THW-Kräfte bei ihrer Ankunft am Freitagabend.

  • THW-Präsidentin Sabine Lackner besucht Freisener Helferinnen und Helfer an der Einsatzstelle.

  • Ca. 25 Millionen Liter Schmutzwasser können alleine die drei eingesetzten Großpumpen zusammen pro Tag fördern.

  • Um den Bürgerinnen und Bürgern Celles helfen zu können, verbrachten die Einsatzkräfte auch Silvester vor Ort.

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